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The Last

Ich laufe durch die Zimmer. Der Vorhang ist geschlossen, die Lichter sind aus. Warum auch nicht. Die Sonne ist verhangen. Es würde nicht heller werden.

Es kribbelt in den Armen, es kribbelt in den Beinen. Der Brustkorb ist schwer und bleiern. Die Augen füllen sich leicht mit Tränen, doch keine findet ihren Weg die Wange hinab. Zu schnell trocknen sie wieder und feuchten erneut die Augen an.

Der Kopf fragt sich, wann etwas Besonderes geschieht. Wann jemand erkennt und sich etwas bewegen lässt. Aber er antwortet sich selbst. Warum sollte so etwas passieren. Warum sollte ich besonders genug sein, damit sich etwas in Bewegung setzt.

So tragen die Beine mich hin und her. Den Weg aus dem Zimmer, den Weg in die Küche. Eine Zigarette wird angezündet, dann zwei, vielleicht auch drei. Der glasige Blick fällt auf das Fenster, danach geht es zurück ins Zimmer, in die Dunkelheit.

Was soll geschehen, was soll sich verändern, warum sollte es?

Was drückt, was zieht, was lässt die Narben jucken und den Verstand beißen. Was lässt den Kopf nicht zur Ruhe kommen?

Wieder in die Kuche, das Gleiche nochmal. Zwischendurch etwas Essen, den Weg ins Badezimmer nehmen und dann das Innere nach Außen kehren.

In dem Moment herrscht Ruhe und die Tränen fließen. Leere herrscht.

Und danach wieder zurück in die Dunkelheit. 

29.10.14 15:55


Mit geschlossenen Augen Xibalba

Ich gehe unter in einer eigenen Welt. Sehe kein vorne und auch kein zurück mehr.

Gewahr werde ich dem jetzt noch weniger. Ich versinke, verschwinde. Alles zieht vorbei und ich sehe ihm nach. Weiß nicht von welcher Seite der Schwarm an mir vorbeizieht. Kommt er von links, von rechts? Ich weiß nur, dass ich ihn beobachte. Mir ansehe. Sollte ich nicht auch in ihm sein? Mit ihm ziehen, statt nur an der Seite zu stehen? Doch ich weiß nicht, wie ich in den Nebel dringen soll. Er ist so düster und so schwer. Er sieht aus wie eine Mauer, eine Wand und ist doch nur Wasser. Kleine Tropfen, die sich binden und verdichten.

Er scheint so nahe, meine Fußspitzen könnten ihn berühren und dennoch bin ich so schwerfällig. Nur ein Schritt trennt mich. Ein leichter Schritt ist aber unmöglich, wenn die Sohlen aus Blei sind.

Ich sehe den Schwarm, die Lichter, die Farben. Ich höre ihr Summen. Ich fühle den Wind, wenn sie an mir vorbeiziehen aber ich stecke nicht drin. Es fühlt sich mehr wie eine Erinnerung an, wie etwas gerade Erlebtes. Die Luft zu atmen, zu wissen, ein Jeder um mich herum tut genau das Gleiche. Schmeckt die Luft auf der Zunge, spürt sie in den Lungen. Nein, es ist dennoch die die selbe Luft.

Manchmal denke ich, ich schwebe, nicht fliegen. Ich hänge. Kein Vorwärts, kein Rückwärts. Ein hin und her vielleicht. Nach Unten kann ich nicht sehen. Nach oben will ich nicht sehen, es ist zu dunkel und zu düster.

Was bleibt dann noch?

29.10.14 15:12





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