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Mit geschlossenen Augen Xibalba

Ich gehe unter in einer eigenen Welt. Sehe kein vorne und auch kein zurück mehr.

Gewahr werde ich dem jetzt noch weniger. Ich versinke, verschwinde. Alles zieht vorbei und ich sehe ihm nach. Weiß nicht von welcher Seite der Schwarm an mir vorbeizieht. Kommt er von links, von rechts? Ich weiß nur, dass ich ihn beobachte. Mir ansehe. Sollte ich nicht auch in ihm sein? Mit ihm ziehen, statt nur an der Seite zu stehen? Doch ich weiß nicht, wie ich in den Nebel dringen soll. Er ist so düster und so schwer. Er sieht aus wie eine Mauer, eine Wand und ist doch nur Wasser. Kleine Tropfen, die sich binden und verdichten.

Er scheint so nahe, meine Fußspitzen könnten ihn berühren und dennoch bin ich so schwerfällig. Nur ein Schritt trennt mich. Ein leichter Schritt ist aber unmöglich, wenn die Sohlen aus Blei sind.

Ich sehe den Schwarm, die Lichter, die Farben. Ich höre ihr Summen. Ich fühle den Wind, wenn sie an mir vorbeiziehen aber ich stecke nicht drin. Es fühlt sich mehr wie eine Erinnerung an, wie etwas gerade Erlebtes. Die Luft zu atmen, zu wissen, ein Jeder um mich herum tut genau das Gleiche. Schmeckt die Luft auf der Zunge, spürt sie in den Lungen. Nein, es ist dennoch die die selbe Luft.

Manchmal denke ich, ich schwebe, nicht fliegen. Ich hänge. Kein Vorwärts, kein Rückwärts. Ein hin und her vielleicht. Nach Unten kann ich nicht sehen. Nach oben will ich nicht sehen, es ist zu dunkel und zu düster.

Was bleibt dann noch?

29.10.14 15:12
 
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